Und dräut der Winter noch so sehr....es muss doch Frühling werden.

Früher wurde Maria Lichtmess (das Ende der Weihnachtszeit) 40 Tage nach dem Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar gefeiert, also am 14. Februar. Heute wird es am 2. Februar, 40 Tage nach Heilig Abend, gefeiert. Es war der Beginn eines neuen Bauernjahres. Die Zahl 40 steht in der Zahlensymbolik für Wende und Neubeginn. Wie auch immer...der Februar hat seine besondere eigene Dynamik. Viele Menschen erleben ihn als 5. Jahreszeit, eine Zeit, die den Lebensrhythmus so stark beeinflußt wie die 4 kalendarischen Jahreszeiten. Im asiatischen Raum fällt sowohl der Neujahrsbeginn in diese Zeit (auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar) Auch der astrologische Neujahrsbeginn liegt hier in den ersten Februartagen.

Eine Bauernregel nimmt Bezug auf das "Licht". Sie besagt: Lichtmess, bei Tag ess.

Das Tageslicht soll gegenüber dem Zeitpunkt der Wintersonnenwende, also der längsten Nacht, „an Weihnachten um einen Hahnentritt, an Neujahr um einen Männerschritt, an Dreikönig um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund’“ länger sein, d.h. die Sonnenuntergangszeit liegt dann schon wieder eine Stunde später als zur Wintersonnenwende, zwischen 17.00 Uhr und 17.30 Uhr. Dadurch erleben wir, wie die Tage wieder spürbar länger werden. Das sogenannte Glückshormon Serotonin wird vermehrt ausgeschüttet, das für gute Laune sorgt. Allgemein wird vom Erwachen der Frühlingsgefühle gesprochen. Dem steht so manch einem die aufkommende Frühjahrsmüdigkeit entgegen, die einerseits durch den langsamen Abbau des Schlafhormons Melantonin, Belastung durch größer werdende Temperaturunterschiede und fehlendes frisches, vitaminreiche Essen, ausgelöst wird, andererseits durch zu langsame Anpassung des Organismus an äussere Veränderungen.

Aber - die Frühjahrsenergie wird sich durchsetzten! Unser zuverlässig im Februar blühende Hamamelisbaum signalisiert das wieder Aufsteigen der Säfte - auch für uns ein Grund zum Feiern!

 

Hamemelis

Eine wahre Pracht, ein herrlicher Duft und Freude auf einen neuen Kreislauf in der Natur! Wenn das nicht vertrauensbildend ist....

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  • Umdeutung Zitat

    Ich würde das Zitat "an Weihnachten um einen Hahnentritt [...]" folgendermaßen deuten: Um Weihnachten ist nicht die Tageslänge selbst um einen Hahnentritt größer, sondern die Änderung (Ableitung) der Tageslänge geht in Trippelschritten voran. Will sagen: Am 24. ist z.B. 18:30Uhr Sonnenuntergang, am 25. um 18:31, am 26. 18:32:05; an Silvester dann wird der Tag schon jeden Tag um 5min länger; am 6.Jan sei meinetwegen um 19:00Uhr Sonnenuntergang, am 7. aber erst um 19:15Uhr. Auf diese Idee hat mich die Formulierung mit den Schritten und Sprüngen gebracht: Es scheint mir unlogisch, dass von Schritten und Sprüngen geredet wird, wenn immer die Sonnwende sozusagen Ausgangspunkt ist. Logischer ist die Vorstellung: "Um Weihnachten wird's ganz langsam länger Tag und um 3 König wird's ganz schnell länger Tag." Stimmt auch mit der Realität überein: Ableitung von sin(Sonnwende) = 0; Abl. von sin(Equinox) = max.